Radiograph of a Family

Radiograph of a Family

Ein Film von Firouzeh Khosrovani

Die Tochter eines säkularen Vaters und einer gläubigen Mutter erzählt die Geschichte ihrer Eltern. Anhand von Fotos, Briefen, Videos und fiktiven Gesprächen erschließt sich uns eine europäisch-iranische Liebes- und Lebensgeschichte: der unternehmungslustige Vater Hossein, ein Radiologie-Student, holt die traditionell aufgewachsene Mutter Tayi in die Schweiz. Dort fühlt sie sich nie so richtig wohl – erst zurück im Iran, in den Jahren der Revolution findet sie zu eigener Tatkraft. Das Paar entfremdet sich zusehends voneinander – die gemeinsame Wohnungseinrichtung, ehemals ein west-östliches Sammelsurium – wird zusehends karger.

Das Familienporträt wird zum Röntgenbild der Gesellschaft, zum Sinnbild der modernen iranischen Identität.

Für ihren sensiblen, bewegenden und künstlerisch gestalteten Film erhielt Khosrovani auf dem Amsterdamer Dokumentarfilmfestival IDFA den Preis für den besten Langfilm und den ReFrame-Award für die überzeugendste Nutzung von Archivmaterial.

Firouzeh Khosrovani, geboren in Teheran, studierte Kunst in Italien und Journalismus in Iran. Ihr Debüt als Filmemacherin gab sie mit “Life train“ (2004), das die „Spiel"-Therapie für die nach einem verheerenden Erdbeben traumatisierten Kinder von Bam behandelt. „Rough cut“ (2007) über verstümmelte Schaufensterpuppen gewann dreizehn Preise bei internationalen Dokumentarfilmfestivals, gefolgt von „Cutting off“ (2008), einer Installation und Videoarbeit für die Triennale di Milano. „1001 Irans“ (2010) thematisierte das internationale Bild des Irans. „Espelho meu“ (2011), eine Gemeinschafts-Produktion mit drei Filmemacherinnen über das Konzept der Schönheit und die körperliche Erscheinung von Frauen, erhielt auf der Documenta Madrid den Preis für den besten nationalen Dokumentarfilm. 2012 führte sie Regie bei „Iran, unveiled and veiled again“, produziert vom Istituto Luce in Rom.

Sprache
Original mit englischen Untertiteln
Genre
Dokumentarfilm
Land
Iran, Nauru
Jahr
2020
Regie
Firouzeh Khosrovani
Länge
82 Minuten